ECDL Programm

Menschengruppe

Der Europäische Computer Führerschein ECDL ist das weltweit führende Zertifikat für Computerkenntnisse. Der ECDL wird in 150 Ländern in 41 Sprachen umgesetzt, aktuell nehmen mehr als 14 Millionen am Programm teil. Die ECDL Foundation in Dublin koordiniert das ECDL Programm. Die Inhalte und Zertifizierungsprüfungen sind international einheitlich und fördern damit die Vergleichbarkeit und die berufliche Mobilität. Außerhalb Europas heißt der ECDL International Computer Driving Licence (ICDL).

Ziel

Das ECDL Programm ermöglicht einen international einheitlichen Standard für Computerkenntnisse von AnwenderInnen. Kernelemente sind Fertigkeiten im Umgang mit den wichtigsten Programmen wie z.B. Word, Excel oder PowerPoint. Ziel der Ausbildung ist der professionelle und effiziente Einsatz der Programme. Darüber hinaus wird ein grundlegendes Verständnis zu Konzepten wie Datenschutz, Rechtsfragen im Internet, Ergonomie, Privacy und IT-Security vermittelt.

Nutzen

Der Nutzen der ECDL Zertifikate liegt in den Eigenschaften als qualitätsgesichertes Instrument in der Wirtschaft, Verwaltung und Ausbildung, um Fertigkeiten vergleichbar zu machen und eine gute Basis für weitere Schulungen nachzuweisen. Im schulischen Umfeld fördern die ECDL Zertifizierungen ein sinnvolles und abgesichertes Niveau für effizientes Arbeiten mit dem Computer.
Viele namhafte Organisationen und Unternehmen haben den ECDL in die betrieblichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen integriert oder berücksichtigen das Zertifikat im Recruiting.
Die Prüfungsinhalte sind in Module gegliedert und  in einem Dokument festgelegt, dem Lernzielkatalog. Je nach Zertifikat ist eine unterschiedliche Anzahl an Prüfungen zu ECDL Modulen abzulegen. Prüfungen werden an autorisierten ECDL Test Centern abgenommen, für die einheitliche Qualitätsstandards gelten. Das betrifft die Räumlichkeiten, die Qualifikation der Prüfenden, die technische Ausstattung und die Prüfungsmodalitäten.
 

Die Geschichte des ECDL

Datum
Ereignis
1994
Zusammen mit der Wirtschaft und einigen Ausbildungsunternehmen erarbeitet die finnische Computergesellschaft den Vorläufer des ECDL.
1995
Der internationale Dachverband der Europäischen Informatikgesellschaften CEPIS (Council of European Professional Informatics Societies) greift das Konzept auf und mit finanziellen Unterstützung der Europäischen Kommission entwickelt es in einer eigenen Arbeitsgruppe weiter.
1996
Mit 6000 Kandidaten und 200 autorisierten ECDL Test Center im ersten Jahr, führt Schweden das ECDL Pilotprojekt erfolgreich durch.
Die Mitglieder der CEPIS gründen die ECDL Foundation mit Sitz in Dublin, Irland.
1997
Elf europäische Länder führen den ECDL ein, darunter die Österreichische Computer Gesellschaft (OCG). Offizieller Start in Österreich: 9. September 1997.
2000 Der ECDL Core erreicht in Österreich die 5.000er-Marke.
2001
Einführung des ECDL Advanced in Irland, Dänemark und Österreich (18. Oktober).
Der ECDL erreicht in Österreich die 10.000er-Marke.
2002 Der ECDL erreicht in Österreich die 50.000er-Marke.
2003
Einführung eines weiteren ECDL Zertifikats in Österreich: ECDL CAD
Der ECDL Core bekommt neue Lern- und Prüfungsinhalte (Syllabus 4.0, 4. August).
Der ECDL erreicht in Österreich die 75.000er-Marke.
2004 Einführung eines weiteren ECDL Zertifikats in Österreich: ECDL WebStarter.
Der ECDL erreicht in Österreich die 100.000er-Marke.
2005 Einführung eines weiteren ECDL Zertifikats in Österreich: ECDL ImageMaker.
Der ECDL Advanced überspringt im April die Zahl 10.000 bei den AbsolventInnen.
2006 Die ECDL Initiative erreicht 5 Millionen Menschen weltweit.
2007 Der ECDL feiert sein 10-jähriges Jubiläum. Der ECDL/ICDL (International Computer Driving Licence) gibt es in 140 Staaten der Welt und in 38 Sprachen.
Österreich hat die 200.000st Absolventin im Jubiläumsjahr.
2008 Der ECDL Core bekommt neue Lern- und Prüfungsinhalte (Syllabus 5.0). Die neuen Gebiete umfassen Innovationen des "mobile Computing" und neue Kommunikationstechnologien wie z.B. Voice over IP oder Chat.
2009 Der EU-Kommissionspräsident, Manuel Barroso, ist der 9-millionste ECDL Teilnehmer.
2010 Approbation des automatischen Testsystems der OCG, Sophia
2011

Der ECDL Core bekommt ab September ein neues Modul: IT-Security kann statt Datenbanken anwenden als siebentes Modul gewählt werden.
Update und Umbenennung: Aus ECDL ImageMaker wird ECDL Image Editing; aus ECDL WebStarter wird ECDL Web Editing; beide bekommen einen aktualisierten Syllabus.
30. September 2011: Das 300.000 ECDL Zertifikat in Österreich wird in von Staatssekretär Sebastian Kurz überreicht.

2013

1. September 2013: Aus dem ECDL Core wird der ECDL Standard:
In einem großangelegten Relaunch erhält der ECDL zusätzliche Module und wird insgesamt moderner und flexibler.