10 Jahre ECDL in Österreich
Meine ECDL Geschichte, Teil 5
Warum macht ein Lehrer den ECDL?
Der Europäische Computer Führerschein feiert heuer sein 10-jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund haben wir 10 Absolventen zwischen 1997 und 2007 über ihre Erfahrungen mit dem ECDL befragt. Dieses Mal erzählt Günter Tyszak über seine ECDL Laufbahn und den ECDL Advanced. Der Berufsschullehrer ist seit 1981 im Schuldienst. Als 1982 die EDV an der Berufsschule Gmunden eingeführt wurde, hat ihn das Computerfieber gepackt. Er ist seitdem EDV-Kustode, Netzwerkadministrator, Produzent der Schulhompage, ECDL Core und ECDL Advanced Prüfer. Zusätzlich unterrichtet er an der Berufspädagogischen Akademie Linz „Angewandte Informatik“.
Als einer der ersten Berufsschullehrer in Oberösterreich hat Günter Tyszak 1999 die ECDL Core und 2003 die ECDL Advanced Prüfungen an der Berufspädagogischen Akademie abgelegt.
ECDL:
Haben die Schüler die Möglichkeit an der Berufsschule
Gmunden, den ECDL Core abzulegen?
Günter Tyszak: Ja. Wir bieten den Freigegenstand „Angewandte Informatik“ an und zusätzlich können die Schüler die ECDL Prüfungen ablegen. Ich sehe den ECDL als wichtige Voraussetzung für das Berufsleben. Da unsere Schüler bereits berufstätig sind, können sie ihren Wissensvorsprung sofort anwenden und umsetzen.
ECDL: Wird auch der ECDL Advanced angeboten?
Günter Tyszak: Ja. Der Wissensstand der Schüler, die an unsere Schule kommen, hat sich seit Einführung des ECDL in manchen Modulen verbessert und so bieten wir seit einigen Jahren auch den ECDL Advanced an. Hier haben Schüler die Möglichkeit, fortgeschrittene Techniken besonders im Bereich der Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation zu erlernen. Dies kommt Ihnen bei der Arbeit im Lehrbetrieb zugute.
ECDL: Sie haben 1999 den ECDL Core und 2003 den ECDL Advanced absolviert. Warum macht ein Lehrer den ECDL?
Günter Tyszak: Als Lehrer sehe ich es als meine Verpflichtung, den ersten Schritt zu setzen und mich ständig weiterzubilden. Der ECDL Core war für mich wichtig, um den Schülern ein breit gefächertes Spektrum an Anwendungen anbieten zu können. Den ECDL Advanced habe ich als logische Folge gesehen, damit sich Interessierte in den einzelnen Bereichen fort- und weiterbilden können.
ECDL: Welche Erfahrungen haben Sie mit dem ECDL?
Günter Tyszak: Die Nachfrage am ECDL Core nimmt naturgemäß ab.
ECDL: Was meinen Sie damit?
Günter Tyszak: Die Schüler bringen bereits aus vorhergehenden Schulen viele Kenntnisse mit. Früher konnten wir für alle Teilnehmer die gleichen Module anbieten. Heute ist es so, dass wir differenzieren müssen, weil die Schüler unterschiedliche Kenntnisse haben oder oft noch offene Prüfungen ablegen wollen.
ECDL: Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit?
Günter Tyszak: Nicht still zu stehen, ständig dazuzulernen, der Kontakt mit den Jugendlichen, aber auch, nicht immer beweisen zu müssen, dass man alles weiß.
ECDL: Was halten Sie von Jubiläen?
Günter Tyszak: Jubiläen sind wichtig. Wichtig um Rückblick zu halten, sich über Erreichtes zu freuen, Pläne für die Zukunft festzulegen, aber auch um Korrekturen für die Zukunft vorzunehmen.
ECDL: Was wünschen Sie dem ECDL zu seinem 10ten Geburtstag?
Günter Tyszak: Den Erfolg zu wünschen, den er auch in den letzen 10 Jahren hatte, wäre vermessen. Die Kenntnisse der Zielgruppe sind „Gott sei Dank“ gewachsen. Der ECDL Core gibt Usern die idealen Grundkenntnisse für das Berufsleben mit. Dem ECDL wünsche ich, dass auch der ECDL Advanced so erfolgreich wird wie der ECDL Core.
Text: Eva Mandl, Foto: privat




