
10 Jahre ECDL: Teil 3
ECDL an Schulen - eine
Erfolgsgeschichte
10
Jahre ECDL in Österreich bedeutet 10 Jahre Zusammenarbeit des "Vereins ECDL an
Schulen und in der öffentlichen Verwaltung" und der Österreichischen Computer
Gesellschaft (OCG). Ernst Karner, ECDL
Initiator
der ersten Stunde, über die Erfolgsgeschichte des ECDL an
Österreichs Schulen.
August
1997. "Bei einem IT-Seminar in der
Tourismusschule Salzburg Klessheim kam Kollege Manfred Wöhrl zu mir und war
ganz erpicht darauf, mir etwas zu zeigen. Es war ein international anerkanntes
IT-Zertifikat. Das war der Anfang einer Sache, die zuerst mein Leben
veränderte, und danach unsere Schulen," erinnert sich Ernst Karner (im Bild), Geschäftsführer von „IT in der Bildung“. Nach unzähligen Gesprächen über die
Realisation des Projekts "ECDL an Schulen" war es 1998 so weit: Am 13.10. fand
die konstituierende Sitzung zur Vereinsgründung, am 14.10. die erste
Qualifikation für Prüfer des Vereins und am 22.12. die erste Prüfung für
Schüler statt. Karner: "Es war der Durchbruch zu einer der größten
Erfolgsgeschichten im österreichischen Schulwesen."
"Christian Dorninger hat uns dabei von Anfang an unterstützt. In der zweiten Phase, als es bereits elektronische Unterrrichtshilfen gab (von bitmedia), gelang es Rudolf Apflauer und Robert Kristöfl diese Materialien unter www.bildung.at zu platzieren," erzählt Karner begeistert. Die Folge war, dass die Zugriffszahlen enorm anstiegen und zwar auf fast 100.000.
Was wünscht sich der Gründer des Vereins "ECDL an Schulen" in den nächsten 10 Jahren vom ECDL? Karner: "Der ECDL in 10 Jahren soll ein modernes Produkt sein, das Fähigkeiten und Fertigkeiten abfragt, die IT-Anwender/innen in einem modernen Office brauchen. Zum Beispiel könnte es bei Modul 1 und 5 WebStarter und Photobearbeitung als Wahlmöglichkeiten geben."
August
2007. Facts & Figures:

- Etwa 9.000 Lehrer haben den ECDL
- Etwa 1.800 Lehrer besitzen die Prüfer
Qualifikation
- Etwa 600 Prüfer arbeiten für „IT in der Bildung GmbH“
- Seit 2002 verkauft der Verein jährlich
etwa 24.000 Skills Cards und ist somit das größte Test Center – österreichweit
und weltweit.
- Seit 1998 wurden über den Verein über
170.000 Skills Cards verkauft und fast 900.000 Module geprüft.
- Durch die kräftige Unterstützung des
Vereins gelang es in den letzten Jahren gemeinsam mit der bitmedia E-Learning
Solution das weltweit modernste elektronische Prüfungssystem zu entwickeln.
3,5% der Gesamtbevölkerung haben eine
ECDL Skills Card
Dr. Christian Dorninger (im Bild) ist im bmukk (BM für Unterricht, Kunst und Kultur) für
Schulentwicklung und IT-Angelegenheiten im berufsbildenden Schulwesen und als
Geschäftsführer der IT-Lenkungsgruppe für IT-Projekte im gesamten Schulwesen
zuständig.
ECDL
News: Was halten Sie vom ECDL?
Dorninger:
Er war wichtig in der Startphase der neuen IT- und E-Learning Projekte Ende der
90er Jahre. Nach wie vor hat er in der IT-Bildung größte Breitenwirkung und
eine beachtliche Durchdringung in der Bevölkerung. Etwa 3,5% der
Gesamtbevölkerung haben eine Skills Card.
ECDL
News: Was ist Ihre Meinung zur Aus- und Weiterbildung im Bereich Neue Medien?
Dorninger:
Die Schüler bringen viele Basiskenntnisse mit. Die Flächendeckung liegt bei
70%. Hier muss man sich künftig um Schüler/innen aus bildungsfernen Familien
verstärkt kümmern (IT für Migrant/innen u.a.).
ECDL
News: Wie sehen Sie die IT-Zukunft?
Dorninger:
IT wird als Schlüsseltechnologie in alle Bereiche eindringen. E-Learning wird
Teil des "Neuen Lernens". Visualisierungen werden stärker. Der
Medienmix im Unterrichtsgeschehen wird Standard. Es wird neue Formen der
Leistungsdarstellung über persönliche Portfolios im Web geben. Wir werden mehr
Zeit in parallelen Welten verbringen, immer stärker über persönliche
elektronische Assistants kommunizieren, uns mit Mobiltel -
Multifunktiongsgeräten - organisieren und lernen, mit unerwünschten Inhalten
umzugehen.
ECDL als europaweite Standard-Lernsoftware
MinRat Dr. Robert Kristöfl
ist Leiter der Abteilung Informationstechnologie am bmukk. Er ist für die
Gesamtkoordination der zentralen Informatik im Ministerium zuständig sowie für
die österreichweite Normung von IT-Infrastrukturen für Schulen und für die
einfache und effiziente IT-Nutzungsmöglichkeiten für Schüler und Lehrer.
ECDL News: Warum
unterstützt das bmukk den ECDL?
Kristöfl:
Gute IT-Kenntnisse werden in Zukunft verstärkt gefragt sein, dazu sind neben
dem traditionellen Wissenserwerb zunehmend elektronische Lernmaterialien erforderlich.
Da sich der ECDL mittlerweile europaweit zu einer Standard-Lernsoftware
entwickelt hat, wird er im Rahmen der E-Learning Initiative des
Bildungsministeriums schulweit über bildung.at noch zwei weitere Jahre
kostenlos angeboten.
ECDL
News: Was motiviert Sie, sich für die Aus- und Weiterbildung im IT-Bereich
einzusetzen?
Kristöfl:
Gute Ausbildung und eine permanente Weiterbildung ist ein "must" auf
dem Weg in die Wissensgesellschaft. Formelles und zunehmend informelles Lernen
werden zu einem integralen und verstärktem Bestandteil in unserer Gesellschaft.
ECDL
News: Was unterscheidet den ECDL 2017 von dem ECDL 2007?
Kristöfl:
Stärkere Produktunabhängigkeit und eine höhere Variantenvielfalt.
ECDL
News: Was wünschen Sie dem ECDL für die Zukunft?
Kristöfl:
Weiterhin so viel Erfolg und vor allem viele neue Nutzer/innen.
Kontakt
Bundesministerium
für Unterricht, Kunst und Kultur
Teinfaltstraße
8/128
A-1014 Wien
Tel.:
01 53120
URLs: www.bildung.at, www.bmukk.gv.at
IT in
der Bildung
Wassergasse
27/5
A-1030 Wien
Tel.:
01 7146941
URL: www.it4edu.at
Eva Mandl