Aktivitäten, News 2007
"Ich möchte künftig mit dem PC arbeiten"
Krebskranke Jugendliche haben die Möglichkeit, den ECDL im Krankenhaus abzulegen. Mario Simcic (im Bild) hat als erster Kärntner alle 7 ECDL Prüfungen während seiner Therapie absolviert.
„Im
Krankenhaus wurde mir angeboten, den ECDL zu machen. Ich war begeistert und
habe im Spital mit dem ECDL begonnen. Nach der Therapie ist ein Trainer zu mir
nach Hause gekommen und dort habe ich alle Module fertig gemacht,“ erzählt der 16-jährige
Mario, ehemals von Leukämie betroffen und erster Kärntner ECDL Absolvent. „Wir
wollen Kindern während ihrer Erkrankung und der Zeit danach Perspektiven
bieten,“ sagt Mag. Gudrun Petritsch, Obfrau der Kinder-Krebs-Hilfe Kärnten, die
das Projekt finanziert. Erfolgserlebnisse abseits des Krankenhausalltages
wirken sich positiv auf den Genesungsprozess aus. „Der ECDL ist
erfolgsorientiert. Das hat enorme Auswirkungen auf das Vertrauen in die eigenen
Fähigkeiten und somit auf den Selbstwert,“ ergänzt Psychologin Mag. Sigrid
Pemberger.
Mobile Trainer vom Consultingunternehmen „die Berater“ kommen zu den Kindern nach Hause oder ins Krankenhaus und vermitteln PC-Wissen. Die Lehrer sind speziell geschult im Umgang mit krebskranken Kindern. Denn während der Therapie haben die Jugendlichen reduzierte Sozialkontakte und der Trainer wird zu einer wichtigen Kontaktperson. „Der ECDL bietet den Jugendlichen, aber auch abseits von krankheitsbezogenen Inhalten ein Thema, über das sie mit Gleichaltrigen reden können,“ bestätigt Pemberger.
Die an Krebs erkrankten Kinder und Jugendliche sollen später eine für sie geeignete Arbeit finden. „Zu bedenken ist, dass viele keine körperlich schweren Arbeiten machen können. Geeignet sind deshalb Schreibtischtätigkeiten. Und dafür sind gute Computerkenntnisse Voraussetzung,“ sagt Petritsch. Auch Mario bringt der ECDL seinem Berufsziel ein Stück näher. Denn: Am liebsten will er künftig „mit Computern arbeiten und zwar PC Spiele designen.“
Eva Mandl




