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Aktivitäten - News - Meldungen 2008

Advanced gegen die Arbeitslosigkeit

Das Consulting-Unternehmen die Berater® bietet den ECDL Advanced im Rahmen eines für das AMS Wien durchgeführten Projektes für junge Menschen auf Arbeitssuche an. Viele von ihnen weisen Migrationshintergrund auf.

Andreas Reinisch und Eric Beiza PalestroWer als junger Mensch arbeitslos ist, hat prinzipiell zwei Möglichkeiten. Er kann verzweifeln. Oder er kann sich aktiv auf Jobsuche begeben und hochwertige Qualifikationen erwerben. „Perspektiven für Jugendliche und junge Erwachsene bis 30“ heißt eine AMS-Maßnahme, die seine Teilnehmer ermutigen will, den zweiten Weg einzuschlagen. Hier werden neben sozialen  Kompetenzen und einer abschließenden Aktivierung mit unterstützter Jobsuche mehrere kombinierbare Qualifizierungsmodule (EDV, Sprachen, Gastronomiemodule, Verkauf, Büromanagement und Staplerschein) gelehrt. Es ist das größte Projekt, das das österreichische Consulting-Unternehmen die Berater® (im Bild: Die Trainer Andreas Reinisch und Eric Beiza Palestro bei der Entwicklung neuer Übungen) für das Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) durchführt: 40 Einstiege pro Woche werden für diese seit mehr als drei Jahren laufende Maßnahme verzeichnet.

Karrierewünsche sondieren

Bevor sich die Teilnehmer am Perspektiven-Projekt in eine konkrete Schulung stürzen, werden bei einem Clearing-Gespräch Berufserfahrung und Karrierewünsche abgesteckt. Wenn hier bei Fragen nach IT-Interessen und -Kenntnissen die Augen zu leuchten beginnen, bietet sich der ECDL als Ausbildung an. „Im Normalfall absolvieren die Teilnehmer zuerst den Grundlagen-vermittelnden ECDL Core. Doch wer sich schon stark in die IT-Materie vertieft hat, kann auch sofort den ECDL Advanced belegen“, sagt Projektkoordinatorin Gabriela Jesacher. Die vier Wochen dauernden Schulungen zum Europäischen Computerführerschein finden in einer Wiener Zweigstelle von die Berater® statt. Dabei steht jeweils ein langjährig geschulter Trainer durchschnittlich zehn Teilnehmern zur Seite.

Hohe Migrantenquote

Die Ergebnisse der Kleingruppen können sich sehen lassen: In der Zeit von November 2006 bis Dezember 2007 haben 342 junge Menschen den ECDL Advanced-Kurs besucht. bzw. 75 Prozent der Teilnehmer (257 Jugendliche) konnte das Zertifikat in die Tasche stecken. Bei einer Migrantenquote von 60 bis 70 Prozent je nach Kurs ist dies ein beachtliches Resultat, müssen doch die Teilnehmer neben fachlichem Wissen auch noch sprachliche Barrieren meistern. Gute Deutschkenntnisse sind also entscheidend für das Bestehen der Prüfung. Jugendliche, die die erforderliche (und bereits beim Aufnahmegespräch getestete) sprachliche Eignung nicht aufweisen, werden allerdings erst gar nicht zum ECDL-Advanced zugebucht.

Echte Motivation

„Da wir bereits in der Clearing-Phase sehr selektiv sind, kommen vor allem jene Teilnehmer in die ECDL Advanced-Kurse, die eine echte Motivation besitzen, Arbeit zu finden“, erzählt Gabriela Jesacher. Häufig haben die Teilnehmer bereits einen konkreten Job in Aussicht, und dann ist der Ansporn nochmals ein ganz anderer. „Wer sich für den ECDL Advanced anmeldet, der zieht den Kurs meist auch wirklich durch.“