Aktivitäten - News - Meldungen 2009
Trends in der IT-Ausbildung
Neue Kommunikations- und Informationsformen treten in unser Leben. Wikis zum gemeinschaftlichen Erstellen von Texten, Blogs als öffentliche Tagebücher oder auch individuell gestaltete Audio- und Videodateien als Podcasts. Sie dringen vermehrt in das Alltagsleben und die Arbeitswelt ein. Verändern sie aber auch gängige Ausbildungsmethoden?
Oder liegen sie im Trend? ECDL News hat nachgefragt.

„Wikis, Blogs, Podcasts und online-Communities werden
schon seit einigen Jahren als Trend propagiert und Politiker
haben sich diese Art von Kommunikation vermehrt zunutze gemacht
“, erläutert Michael Sturm, Geschäftsführer des BFI
Österreich. „In Kursen befassen sich Privatpersonen mit
Web 2.0.-Anwendungen aber kaum. Sie machen sich damit selbständig
im Web vertraut. Der unmittelbare Nutzen dieser Technologie für
Unternehmen ist bis dato auch noch nicht ganz abgeklärt“,
fügt Sturm hinzu.
Bedeutung des Internets steigt
Fest steht für den BFI Geschäftsführer, dass die Bedeutung des Internets als Kommunikationsmedium mit geringen Streuverlusten
zunimmt und auch im Ausbildungssegment immer wichtiger wird.
Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen entdecken diese
kostengünstige Kommunikationsform mit Wikis, elektronisch
vernetzter Lerngemeinschaften (Lern-Communities) und Open
Educational Ressourcen (Lehr- und Lernmaterial kann nach eignen
Vorstellungen ausgewählt und kombiniert werde) für sich und
nutzen elektronische Weiterbildung für ihre Mitarbeiter
sukzessive.
Aber auch Suchmaschinenoptimierung der Firmenwebsites sowie
Suchmaschinenmarketing werden für Unternehmen interessanter.
Kombinierte Lernmethoden durch
hohe IT-Kompetenz
Die Berufsförderungsinstitute folgen mit vermehrtem Blended
Learning diesem Trend. Sprich, es werden Kurse sowohl mit
Präsenzphasen sowie e-Learning-Elementen auf der
Open-Source-Plattform Moodle angeboten.
Diese kombinierte Lernmethode sorgt für Kosten- und
Zeitersparnis, ermöglicht aber auch flexible Zeiteinteilung
sowie Informationsaustausch mit anderen.
„Der Europäische Computer Führerschein eignet sich meines
Erachtens sehr gut für das Blended Learning und IT-Kenntnisse auf
ECDL Core-Niveau gehören heute einfach zur ‚gehobenen
Allgemeinbildung‘“, erläutert Sturm. Auch Wolfgang
Schaffer, Geschäftsführer von Com Training und Services in
Deutschland, pflichtet dem bei.
Aus seiner Erfahrung bereitet sich der Großteil der Anwärter
in entsprechenden Kursen sowie Online-Trainings vor.
Dass in Österreich bereits mehr als 225.000 Menschen alle
sieben Teilprüfungen des klassischen Computer Führerscheins
absolviert haben zeigt, dass gute IT-Kenntnisse in immer
breiteren Bevölkerungsschichten Verwendung finden.
Für Jugendliche scheint er bereits ein Pflichtprogramm zu sein,
wagen sich doch immer mehr junge Leute - wie Beispiele der HBLA
Bad Ischl oder der Handelsakademie Waidhofen zeigen - auch über
Module des ECDL Advanced.
IT-Sicherheit ein Thema
„Durch die geplante Novelle zum Daten-schutzgesetz
werden Grundkenntnisse in Datenschutz u. -sicherheit wichtiger
und in kompakten Ausbildungen – wie beispielsweise für das
Anwenderzertifikat OCG IT Security – stärker nachgefragt
werden“, ist Sturm überzeugt.
Gute IT-Anwendungen immer top
Neben der wichtigen konstanten Ausbildungsschiene SAP werden
die gängigen IT-Anwender-Ausbildungen von Microsoft
(Officebereich), Adobe (DTP, Grafik und Foto) sowie Macromedia
(Webdesign) weiterhin ihren Kundenstock haben. Bei den
Betriebsschulungen
hat Linux an Bedeutung gewonnen.
Fazit
Egal ob die IT-Ausbildung in Seminaren
mit oder ohne e-Learning-Elementen
stattfindet, wichtig ist allen Beteiligten, zertifizierte, international
anerkannte und aussagekräftige Abschlüsse in Händen zu halten.




