Website auf der Überholspur
Besseres Suchmaschinenranking durch barrierefreie Websites
- alleine im Oktober 2008 sind etwa 1 Million neue Websites online
gegangen. Das bedeutet, dass die Suchmaschinen auf immer mehr
Websites zugreifen können und entsprechend viele Funde dem
Suchenden auflisten. Barrierefreies Webdesign hilft, dass Websites
beim Suchergebnis vorne aufgelistet werden.
Suchmaschinen zählen zu den täglich am häufigsten aufgerufenen
Programmen. Viele User haben sie sogar als Startseite installiert.
Das Prinzip ist einfach: Ein Suchbegriff wird eingetippt und Sekunden
später serviert das Programm ein buntes Potpourri an Ergebnissen. Eine
Seite, die unter den ersten Vorschlägen aufgelistet wird, hat eine wesentlich
höhere Chance angeklickt zu werden. Stimmt die ausgewählte Seite den User zufrieden,
kann es passieren, dass eine weiter hinten gereihte, ebenfalls vom Inhalt her passende
Seite gar nicht mehr aufgerufen wird und untergeht. Nicht nur auf den Inhalt
kommt es an, sondern auch, wie gut Sie Ihre Website vermarkten können.
Suchmaschinen sind wie blinde Internetuser
Mag. Mario Batusic hat das Zertifikat WebAccessibility mitentwickelt. Er ist selbst blind und arbeitete wesentlich am Zertifikat OCG WebAccessibility, zur barrefreien Gestaltung von Webseiten, mit. Seit 1996 ist er wissenschaftlicher Assistent und Projektmitarbeiter am Institut Integriert Studieren der Johannes Kepler Universität Linz. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Webaccessibility, Softwareaccessibility und Zugang zur Mathematik für blinde Benutzer.

Wie erzielt man ein besseres Websiteranking?
Batusic: Jede Entwicklung, die für Zutrittserleichterung
einer Website sorgt, hilft auch, von Suchmaschinen leichter gefunden und besser gereiht zu werden.
Was wären zum Beispiel solche Zutrittserleichterungen?
Batusic: Automatisierte Suchprogramme nehmen eine Seite ähnlich wie ein blinder User wahr: Sie sehen nicht, wie eine Seite optisch gestaltet ist, sondern entnehmen
alle Informationen aus textlichen und akustischen Informationen. Ähnlich funktioniert es bei der Sprache. Wenn ich den Text zusätzlich durch Sprachtools bezeichne, dann wird diese Seite auch bei einer eingeschränkten Suche, die nach Sprachkriterien auswählt, bevorzugt.
Sie sind selbst blind. Wie finden Sie sich im Internet zurecht?
Batusic: Ohne Webaccessibility-Techniken könnte ich das Internet nicht benutzen. Screenreading hilft mir, damit ich überhaupt den PC verwenden kann. Das ist eine spezielle Software, die Texte und Bilder nicht nur 1:1 übersetzt, sondern analysiert und aufbereitet.
Barrierefreie Webdesign-Tipps für besseres Webranking
• Kontrast:
Klare Schriften und starke Kontraste
• Textunterstützung bei Videos: Gesprochener Text erklärt, was auf bewegten Bildern zu sehen ist
• Bildbeschreibung:
Das Suchprogramm kann Ihre Bilder nicht sehen, sondern liest die Beschreibungen,
die aus einigen Suchbegriffen bestehen sollten
OCG WEBACCESSIBILITY
Das OCG WebAccessibility ist das 6. Modul des OCG WebPublishers. Es setzt den Standard für alle, die über grundlegendes
Wissen zum Thema Zugänglichkeit
des Web für Menschen mit Behinderungen und ältere Personen verfügen möchten. Die Absolventen sind in der Lage, verschiedenste Methoden
und Techniken anzuwenden und internationale Richtlinien umzusetzen. Kenntnisse über die Evaluierung von Webauftritten hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit
runden die Lernziele ab.
Kontakt:
OCG WebPublisher Infos:
Mag. Andreas Lämmerhirt
Tel.: 01/512 02 35-61
E-Mail: andreas.laemmerhirt@ocg.at
Kontakt:
Mag. Mario Batusic
Institut Integriert Studieren
Johannes Kepler Universität Linz
E-Mail: integriert-studieren@jku.at
Quelle:
Christian Scherl